Warum Lebensmittelverschwendung uns alle betrifft und was wir dagegen tun können

Veröffentlicht am 29. Januar 2020

3 Minuten Lesezeit

Niemand schmeißt gerne Essen weg und doch tun wir es. Und das nicht gerade wenig. Rund ein Drittel aller Lebensmittel landen auf dem Weg vom Feld bis zum Teller im Müll – gleichzeitig leiden etwa 800 Millionen Menschen unter Hunger. Und hinzukommt, dass diese riesige Masse an Lebensmittelverschwendung unsere Umwelt belastet, indem landwirtschaftliche Flächen genutzt, Wasser und Energie verbraucht sowie Pflanzenschutzmittel und Dünger eingesetzt werden. Doch die Brisanz ist nicht allen klar.

Die Vereinten Nationen haben es sich zum Ziel für nachhaltige Entwicklung gemacht, die Lebensmittelabfälle bis zum Jahr 2030 um die Hälfte zu verringern. Um eine Reduktion zu erreichen, müssen wir alle einen Beitrag leisten.

Hier ein paar Tipps, wie sich das umsetzen lässt:

Einkäufe und Mahlzeiten planen

Überlege dir vor deinem Einkauf, was und wie viel du essen und kochen möchtest und kaufe nur das, was du wirklich brauchst. Du erwartest Besuch? Versuche, deinen Einkauf nicht zu überschätzen. Wenn doch etwas übrigbleibt, teile es unter den Gästen auf, friere es ein oder freue dich über eine leckere Mahlzeit in der Mittagspause am nächsten Tag.

Reste verwerten

Zeit, um kreativ zu werden! Aus z.B. angebrochenen Lebensmitteln oder sehr reifem Obst kannst du prima Suppe, Soßen oder Smoothies zaubern.

Produkte richtig lagern

Einige Lebensmittel mögen es dunkel, die anderen brauchen Kälte. Achte darauf, Lebensmittel richtig zu lagern und nutze auch die verschiedenen Kühlzonen deines Kühlschranks optimal aus. So halten sich die Produkte länger frisch.

Mindesthaltbarkeitsdatum

Wie der Name sagt, ist das Produkt mindestens bis zu diesem Datum haltbar und oft je nach Produkt auch noch einige Tage oder Wochen darüber hinaus. Vertraue hier auf deine Sinne und mache den Geruchs- und Geschmackstest. Schnell verderbliche Lebensmittel wie Fisch und Fleisch sollten allerdings nicht über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verzehrt werden.

Hässliches Obst und Gemüse?

Auch bei Obst und Gemüse zählen die inneren Werte! Die Karotte ist krumm oder die Zucchini hat eine lustige Form? Na und! Einen Großteil unserer Lebensmittel verarbeiten wir weiter, sodass das Aussehen keinerlei Rolle spielt. Und am Geschmack ändert eine krumme Form auch nichts! 😉

Foodmittelsharing

Foodsharing ist eine Organisation für all diejenigen, die überschüssiges Essen abgeben möchten. Auf der Online-Plattform hast du die Möglichkeit, Lebensmittel kostenlos anzubieten oder zu bekommen.

Was wir bei Mutti tun?

Und auch wir bei Mutti arbeiten daran, keine Lebensmittel zu verschwenden. Daher möchten wir euch gerne einige unserer Maßnahmen vorstellen, die wir ergreifen, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden:

1.     Wir verarbeiten Lebensmittel weiter. So werden z.B. alte, trockene Brötchen zu Paniermehl, woraus wir anderen Produkten eine knusprige, goldgelbe Panade zaubern.

2.     Wir sind Teil von Too Good To Go, deren Vision eine Welt ohne Verschwendung ist. In der App kannst du täglich leckeres, aber überschüssiges Essen davor retten, im Müll zu landen und das zu einem vergünstigten Preis.

3.     Wir unterstützen die Region, indem wir unsere Produkte lokal einkaufen. Durch kurze Lieferwege und kürzere Reifeprozesse wird ein Qualitätsverlust bereits während der Lieferung vermieden.

4.     KONTROLLE! Unsere Produkte werden regelmäßig sorgfältigen Qualitätskontrollen unterzogen. So wissen wir jederzeit, in welchem Zustand sich die Produkte befinden und können zielgerichtet handeln.

5.     Das A und O bei Mutti: Wir kochen nicht nur mit Herz und Leidenschaft, sondern treten jedem einzelnen Produkt stets mit Respekt gegenüber.

Mit unseren Tipps schärfst du nicht nur das Bewusstsein gegenüber Lebensmitteln, sondern kannst auch ganz einfach die Verschwendung im Alltag reduzieren. Lasst uns an der Vision von Too Good To Go teilhaben und an einer Welt ohne Lebensmittelverschwendung arbeiten!